Wilhelmine Bardua (1798-1865)
Sängerin und Gesanglehrerin, Salonnière, Gelegenheitsdichterin. Stammte aus Ballenstedt aus musischer Familie, der Vater Kammerdiener am Hof. Obwohl als Landschaftsmalerin in Berliner Adressbüchern gemeinsam mit ihrer älteren Schwester Caroline genannt, nur gelegentliche zeichnerische Tätigkeit nachweisbar und nichts erhalten. Als Kind wie diese Unterricht an der Weimarer Zeichenschule, später wohl der Schwester, die als Porträt- und Historienmalerin mit ihrer Kunst für den Lebensunterhalt sorgte, zur Hand gehend. Beide Schwestern nach dem Tod des Vaters 1818 unverheiratet zusammen lebend, zunächst auch mit der Mutter. 1819–1827, 1832–1852 in Berlin. Die jüngere vor allem als Sängerin und Protokollantin des Kaffeter-Kreises hervorgetreten, befreundet mit Achim und Bettine von Arnim. Seit 1852 mit ihrer Schwester wieder in Ballenstedt, verfasste deren Biographie. [kl-bb]
Teilweise erforscht