Berlin-Brandenburgisches Künstlerinnenlexikon

Mathieu, Emma: Porträt Luise Juliane Ebel (CC BY @ Stiftung Stadtmuseum Berlin / Michael Setzpfandt, 2021)

Emma Mathieu (1806-1863)

Kopistin, Porträt-, Genre-, auch Historienmalerin aus Berlin. Aufgewachsen in der hugenottischen Familie Claude, mütterlicherseits aus der ebenfalls hugenottischen Gärtnerfamilie Mathieu – die Malerin Emma Mathieu ihre Cousine. Bereits 1812 (mit 14 Jahren) als Dilettantin auf der Berliner Akademie-Ausstellung, früh gefördert von Henriétte Tassaert, künstlerische Weiterbildung durch Akademiemitglieder in Berlin. Ab 1818 finanziell gefördert auch von König Friedrich Wilhelm III., ab 1823 die Pension ihrer verstorbenen Lehrerin Henriette Tassaert durch die Kunstakademie an sie, seit 1833 dort außerordentliches Mitglied. 1826 verheiratet mit Paul Henry, Pfarrer der französisch-reformierten Friedrichstadt-Kirche in Berlin – Sohn der Malerin Suzette Henry, geb. Chodowiecka. 1812 bis zu ihrem frühen Tod 1839 jährlich auf der Akademie-Ausstellung, insgesamt 80 Werke, zunächst noch überwiegend Kopien. Erhalten vor allem einige Porträtgemälde, die ihren zunehmend unter nazarenischen Einfluss geratenden Stil zeigen. Dies auch an zwei erhaltenen Skizzenbüchern ablesbar, die in der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg erhalten sind. Übergroße Anstrengung scheint ihren frühen Tod befördert zu haben, schon 1833 schrieb sie an den Akademie-Direktor Schadow: „Ich darf wohl sagen, daß ich mit rastlosem Fleiß, ja mit einem solchen, der meine Gesundheit untergraben (…)“. [kl-bb]

Nicht gut erforscht, noch zu entdecken

Normdaten

Person

Geburtsdatum 20.10.1806
Geburtsort Berlin
Herkunftsregion Berlin
Sterbedatum 07.09.1863
Sterbeort Bad Freienwalde (Oder)
Wohnsitze Berlin
Religion Reformierte Kirche

Tätigkeit

Technik Malerei, Zeichnung
Gattung Genre, Porträt

Familie

Vater Charles Mathieu
Mutter Anne Marguérite Mathieu
Geschwister Anne Julie Buchhorn

Quellen und Literatur zu Emma Mathieu

Archiv der Französischen Kirche Berlin, Kirchenbuch der Französisch-Reformierten Kirche Friedrichstadt Berlin, Taufen 1804, S. 166, 1804.
Archiv der Französischen Kirche Berlin, Kirchenbuch der Französisch-Reformierten Kirche Friedrichstadt Berlin, Taufen 1806, S. 239, 1806.
Evangelisches Landeskirchliches Archiv in Berlin, Gesamtkirchenbuch Bad Freienwalde/Oder 1852-1864, S. 1011/1012, zw. Nr. 9 u. 70, 1863.

Die Ausstellungskataloge des Königsberger Kunstvereins im 19. Jahrhundert. Hrsg., eingel. u. mit einem Künstlerregister vers. von Rudolf Meyer-Bremen. Mit einem Geleitw. von Helmut Börsch-Supan, Köln/Weimar/Wien 2005.

Stammbaum

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Aktivität

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